Art der Leistung
Die Gemeinde Ostercappeln plant den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses für die Ortsfeuerwehr Hitzhausen.
Der Neubau ersetzt das bestehende Gebäude, das den Anforderungen an moderne Feuerwehrfahrzeuge und Einsatzabläufe nicht mehr genügt. Das neue Gebäude entsteht auf einem Grundstück an der Ecke Leckerstraße / Hitzhauser Straße. Der Standort erlaubt durch zwei Zufahrten eine getrennte An- und Abfahrt.
* Gebäudekonzeption
Das Gebäude wird in Massivbauweise ohne Keller errichtet und besteht aus zwei Hauptbereichen:
Sozialtrakt: Besprechungsraum, Umkleiden, Sanitärbereich, Büro, Lager- und Technikräume.
Fahrzeughalle: Dient der Unterbringung der Einsatzfahrzeuge und ist nicht Teil der thermischen Gebäudehülle.
Die Kubatur ist kompakt gehalten. Die thermische Hülle umfasst ausschließlich den Sozialtrakt.
* Bauweise und Materialien
Außenwände: Massivbauweise mit 14 cm Dämmung (WLG 035) und Verblendmauerwerk.
Bodenplatte: Stahlbetondecke mit 12 cm Dämmung.
Dach: Sandwich-Dachpaneel mit 10 cm integrierter Dämmung (WLG 023).
Fenster: Kunststofffenster mit 3-fach Wärmeschutzverglasung, Uw = 1,30 W/m2K.
Außentüren: U-Wert ? 1,80 W/m2K.
* Technische Ausstattung
Heizung: Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung
Warmwasser: Dezentrale Versorgung über elektronische Durchlauferhitzer.
Lüftung: Zentrale Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung.
PV-Anlage: 50% der Dachfläche
* Statik und Tragwerk
Die Fahrzeughalle erhält ein konventionelles Pfettendach mit Brettschichtholz-Firstpfette. Die Horizontalaussteifung erfolgt über Stahlbeton-Kragstützen und Mauerwerkswände. Die Holzbauteile sind für eine Feuerwiderstandsdauer von 30 Minuten ausgelegt.
Der Sozialtrakt erhält ebenfalls ein Pfettendach mit Walmausbildung. Der Spitzboden ist nur eingeschränkt begehbar.
* Baugrund und Gründung
Die Gründung erfolgt konventionell über eine biegesteife Sohlplatte oder Streifenfundamente in frostsicherer Tiefe (? 0,8 m). Die Bodenverhältnisse erfordern Maßnahmen zur Stabilisierung und Drainage, insbesondere bei feuchter Witterung.
Verkehrsflächen werden mit Schottertragschichten gemäß Belastungsklassen Bk0,3 bis Bk10 ausgeführt, abhängig von der Nutzung durch PKW oder Feuerwehrfahrzeuge.
* Gebäudedichtheit
Im Rahmen der Qualitätssicherung wird das Gebäude auf seine Dichtheit geprüft. Der Neubau muss einen Dichtheitswert von n50 < 1,50 1/h gemäß DIN EN 13829 erreichen. Die Prüfung erfolgt in zwei Phasen:
- Erste Messung: Nach Fertigstellung der luftdichten Hülle, jedoch vor dem weiteren Ausbau. Diese Messung dient der Leckageortung, um etwaige Undichtigkeiten frühzeitig zu identifizieren und Mängel zu beheben.
- Zweite Messung: Nach Fertigstellung des Gebäudes, um die endgültige Dichtheit zu überprüfen.
Gegenstand dieses Vergabeverfahrens sind die für das Bauvorhaben erforderlichen Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten.
Die Ausführung der zu vergebenden Bauleistung ist für die Zeit vom 01.06.2026 - 15.08.2026 vorgesehen.
Umfang der Leistung
vgl. Leistungsbeschreibung