Brandschutzplanung und Umsetzungsbegleitung im Rahmen der Modernisierung des Gymnasiums Adolfinum in Bückeburg.
Gegenstand des Auftrages ist die Objektplanung in den Grundleistungen der LPH 1-9 gem. § 35 ff. HOAI 2021 vergeben.
Es sollen die Leistungsphasen 1 bis 9 stufenweise vergeben werden.Stufe 1: LPH 1 bis 4Stufe 2: LPH 5Stufe 3: LPH 6 bis 7Stufe 4: LPH 8 bis 9
Der Auftraggeber behält sich vor, die Projektstufen im Einzelnen oder im Ganzen weiter zu beauftragen. Es besteht kein Anspruch auf weitere Beauftragung, noch können daraus sonstige vertragliche Verpflichtungen für den Auftraggeber entstehen. Der Auftragnehmer ist im Falle des Abrufs verpflichtet, die Leistungen, ggf. auch stufenweise bzw. im Einzelnen oder im Ganzen, zu erbringen.
Bei der Planung sind neben den Prinzipien des umweltverträglichen Bauens, das Ressourcen schont, gesundheitsverträglich ist und einen hohen Komfort für den Nutzer bietet, die folgenden Anforderungen zu berücksichtigen:- flächen- und materialsparendes Bauen- möglichst umweltschonende und betriebskostenoptimierte, technische Gebäudeausrüstung- Baustoffe, die einfach und schadstoffarm recyclebar oder problemlos zu entsorgen sind und deren Einbau keine Gesundheitsgefährdung oder im Gebäude lernenden und lehrenden Personen herbeiführt- Dauerhaftigkeit von Material- und Oberflächenbeschaffenheit mit langen GebrauchszeitenDer Bieter fühlt sich den Zielen der Nachhaltigkeit verpflichtet, angestrebt werden die Minimierung des Verbrauchs von Energie und Ressourcen sowie eine möglichst geringe Belastung des Naturhaushalts in allen Lebenszyklen. Folgende Überlegungen sind sowohl in den Entwurfsplänen als auch im Erläuterungstext darzustellen:- Angaben zur Materialität der Baukonstruktion sowie zu Dämmstoffdicken und -qualitäten sowie der Rezyklierbarkeit und ggf. Nutzung von Recyclingmaterialien- Angaben zum Energiekonzept inkl. Wärmeübergabe- Angaben zum Lüftungskonzept und Berücksichtigung in der Gebäude- und ggf. der Fassadenplanung- Angaben zur Tageslichtnutzung und zum sommerlichen Wärmeschutz und Berücksichtigung in der Gebäude- und der Fassadenplanung
Erkennt ein Unternehmen einen Verstoß gegen Vergabevorschriften im vorliegenden Verga-beverfahren, ist dies innerhalb ab 10 Tagen nach Kenntnis gegenüber dem Auftraggeber zu rügen. Unabhängig hiervon müssen Verstöße gegen Vergabevorschriften, die bereits aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung genannten Frist zur Abgabe von Teilnahmeanträgen bzw. Angeboten gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen ebenfalls innerhalb dieser Frist gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden. Werden diese Obliegenheiten nicht beachtet, ist ein Antrag auf Nachprüfung gemäß § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 3 GWB unzulässig. Teilt der Auftraggeber auf eine Rüge eines Unternehmens mit, der Rüge nicht abhelfen zu wollen, kann hiergegen ein Antrag auf Nachprüfung bei der zuständigen Vergabekammer gestellt werden. Der Antrag ist unzulässig, wenn mehr als 15 Kalendertage nach dem Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB).
Der Auftraggeber wickelt das gesamte Vergabeverfahren in elektronischer Form über die Vergabeplattform DTVP ab. Insbesondere erfolgen die Kommunikation zwischen Auftraggeber und Bewerbern/Bietern sowie die Einreichung von Teilnahmeanträgen bzw. Angeboten ausschließlich in elektronischer Form über den Projektraum des Verfahrens.
Die von Unternehmen gegebenenfalls im Verlauf des Verfahrens erbetenen personenbezogenen Daten werden nach den Vorschriften des Datenschutzrechts im Rahmen des Vergabeverfahrens verarbeitet und gespeichert. Mit der Teilnahme am Verfahren erklären sich Unternehmen hiermit einverstanden. Soweit Unternehmen im Rahmen des Verfahrens dem Auftraggeber personenbezogene Daten von Dritten (Mitarbeiter, Nachunternehmer, Mitglieder einer Bietergemeinschaft, Referenzgeber) übermitteln, sind sie für das Vorliegen der jeweils erforderlichen datenschutzrechtlichen Einwilligung der Dritten selbst verantwortlich.
Die Angebotsabgabe erfolgt elektronisch in Textform. Die erforderliche Signatur gem. § 126b BGB wird in diesem Zusammenhang als "Containersignatur" automatisch über das "cosinex Bietertool" abgegeben. Die "Willenserklärung" erfolgt dadurch je Angebot, sodass sich jeder Bieter automatisch an seine hogeladenen Dokumente bindet. Eine gesonderte Dokumentensignatur ist nicht erforderlich. Sollten Signaturmöglichkeiten in Dokumenten vorgesehen seien, handelt es sich um Standarddokumente, Die dortige Signatur ist nicht zwingend erforderlich.
Sämtliche Vertragsbedingungen eines möglichen Auftragnehmers werden abgelehnt, sofern diesen nicht ausdrücklich zugestimmt wird.
Der Auftraggeber behält sich vor, von Bewerbern bzw. Bietern unter Einhaltung des Transparenz- und Gleichbehandlungsgebotes gemäß § 56 Abs. 2 VgV Unterlagen nachzufordern. Ein Anspruch auf Nachforderung von Unterlagen besteht jedoch nicht.
Berufsregister_Liefer- u. Dienstleistung (Mit dem Angebot; Mittels Dritterklärung): - Es ist eine Erklärung (mittels Eigenerklärung im Formblatt 124) über die Verpflichtung zur Eintragung in ein Berufsregister abzugeben.
Auf Anforderung ist ein entsprechender Nachweis vorzulegen.
Eigenerklärung zum fehlenden Russlandbezug der Leistungen (Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung): Es ist eine Eigenerklärung über das Vorliegen oder Nicht-vorliegen von Ausschlussgründen im Sinne der Verordnung (EU) 2022/576 (Russlandbezug) abzugeben.
Gesetzliche Ausschlussgründe (Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung): Es ist eine Erklärung über das Vorliegen oder Nichtvorliegen von Ausschlussgründen im Sinne von §§ 123, 124 GWB sowie ggf. über Selbstreinigungsmaßnahmen gemäß § 125 GWB abzugeben.
Insolvenz und Liquditation (Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung): Es ist eine Erklärung (mittels Eigenerklärung im Formblatt 124) über den Bestand von Insol-venzverfahren und Liquidation abzugeben.
Jahresumsatz (Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung): Es ist der Umsatz des Unternehmens der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre in Bereichen, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind anzugeben.
Nachunternehmereinsatz (Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung): Es ist anzugeben (CSX 51, VVB 233 oder Nachunternehmerverzeichnis), ob Teile des Auftrags durch Unterauftragnehmer erbracht werden sollen. Sofern dies der Fall ist, sind die Leistungsbereiche und die Namen der Nachunternehmer zu benennen.
Personalstand_Liefer- u. Dienstleistung (Auf Anforderung der Vergabestelle; Mittels Eigenerklärung): Es ist ein Nachweis (mittels Eigenerklärung) zum Personalstand im Jahresdurchschnitt in den letzten drei Jahren mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal zu erbringen.
Referenzen (Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung): Im Rahmen des Wettbewerbs sind zwei Referenzen vergleichbarer Projekte einzureichen. Diese sind mit Angabe des jeweiligen Projektes und wesentlichen Projektinhalts anhand des Referenzformblattes zu dokumentieren.
An jede Referenz werden die nachfolgend aufgeführten Mindestkriterien gestellt:- Es handelt sich um eine Objektplanungsleistung gem. HOAI- Bei mindestens einer der Referenzen erfolgte die Objektplanung für einen öffentlichen Auftraggeber- Das Projekt wurde der Honorarzone III oder höher zugeordnet.- Bei mindestens einem Projekt der Referenz muss es sich um eine Modernisierung im laufenden Betrieb (Interimslösungen eingeschlossen) handeln.- Der Projektabschluss (LPH 8) ist nach dem 01.01.2020 erfolgt.
Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Auf Anforderung der Vergabestelle; Mittels Dritterklärung): Es sind Nachweise über die ordnungsgemäße Abgabe von Steuern und Beiträgen zur Sozialversicherung zu erbringen und dafür die Unbedenklichkeitsbescheinigung der Krankenkasse, der tariflichen Sozialkasse (soweit der Betrieb beitragspflichtig ist), der Berufsgenossenschaft, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes, bzw. Bescheinigung in Steuersachen sowie eine Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG vorzulegen.
Berufshaftpflichtbescheinigung (Mit dem Angebot; Mittels Dritterklärung): Es ist ein Nachweis zur Berufshaftpflichtversicherung vorzulegen. Die Deckungssumme muss min. 2,5 Mio. EUR für Personenschäden,1,5 Mio. EUR für sonstige Schäden,1,5 Mio. EUR für Vermögensschäden betragen. Die Ersatzleistung des Versicherers muss mindestens das 2-fache der Deckungssummen pro Jahr betragen und die Leistungsbereiche der Nachunternehmer einschließen.
Kammereintragung (Mit dem Angebot; Mittels Dritterklärung): Es ist ein Nachweis über die Berufszulassung als Architekt bzw. Ingenieur der Projektleitung sowie der für die Bauüberwachng vorgesehene Person abzugeben.
Einzureichende Unterlagen:
* Mit dem Angebot** Mittels Eigenerklärung:- Mindestentgelte: Der Bieter verpflichtet sich zur Einhaltung der Regelungen zu Mindestengelten und tariflichen Vorgaben, sofern vorhanden (§ 4 NTVergG).