Umsetzung von Maßnahmen zur Revitalisierung des Donstorfer Moores
Das Einsatzgebiet erstreckt sich in Niedersachsen im westlichen Bereich des Mittleren Wietingsmoores in der
Gemarkung Dörpel. Die Arbeiten finden auf mit Gehölzen bestandenen Hochmoorflächen mit unterschiedlich
starken Resttorfmächtigkeiten statt. In einzelnen Fällen kann auch mineralischer Untergrund vorliegen. Auf einigen
Flächen befindet sich teilweise wertvolle Hochmoorvegetation, die unbedingt zu schützen ist. Die Flächen weisen
regelmäßig feuchte, tlw. auch nasse Bereiche auf. Sie können uneben und von zugewachsenen Schlitzgräben
sowie alten Handtorfstichen durchzogen sein. Die Zuwegung erfolgt über Wirtschaftswege, die teilweise nicht
ausgebaut sein können. In den Flächen selbst sind keine befestigten Wege vorhanden.
Eine Übersicht des Einsatzgebietes finden Sie in der Anlage. Bedingt durch die in Teilen unklare Befahrbarkeit der
Maßnahmenflächen, wird die Einsatztätigkeit durch die Bauleitung vor Ort geprüft und festgelegt. Es wird dringend
empfohlen, dass der Bieter vor der Abgabe seines Angebotes die Örtlichkeiten in Augenschein nimmt und sich über
die Gegebenheiten vor Ort informiert. Mehraufwendungen, die aus der Unkenntnis der Örtlichkeiten resultieren,
werden nicht vergütet. Auf rechtzeitige Nachfrage (spätestens bis einschließlich 04.08.2026), können gerne
individuelle Ortsbesichtigungen angeboten werden. Bieterfragen sind bis spätestens einschließlich 04.08.2026 über das Vergaportal einzureichen.
Die Maßnahmenflächen sind zumeist unterschiedlich stark mit Gehölzen bewachsen. Hauptsächlich kommen hier
Birken vor. Daneben können Weiden, Faulbaum oder Spätblühende Traubenkirsche sowie einzelne Eichen und
Nadelbäume beigemischt sein. Der Gehölzbestand kann lückig bis geschlossen sein. Dabei liegen die
Stammdurchmesser der Gehölze üblicherweise zwischen ca. 5 cm und max. 55 cm (in 20 cm Höhe gemessen). Die
Höhe der Gehölze liegt zumeist zwischen ca. 5 und 15 m. Einzelne Gehölze können in Höhe und
Stammdurchmesser auch schwächer oder stärker ausfallen.
Entstehen Schäden an Wirtschaftswegen oder kommt es zu Fahrspuren in den Maßnahmenflächen, sind diese
nach Vorgabe der Bauleitung in geeigneter Weise zu beseitigen. Die Zuwegung ist zu räumen und sauber zu
übergeben. Die Maschinen sind nach Vorgaben der Bauleitung der Bodenfeuchte entsprechend einzusetzen
Pos. 1.01: Weidezaun-Rückbau 380 lfdm
An einer Grenze zwischen Grünland und Hochmoor verläuft ein Stacheldrahtzaun, der teilweise in den
Gehölzstreifen eingewachsen ist. Der Stacheldrahtzaun muss vollständig abgebaut und entsorgt werden.
Pos. 1.02: Gehölzentfernung mit Abtransport 28 ha
Zur Baufeldräumung für die Erdarbeiten sollen Gehölze mitsamt Stammfuß und Wurzelanläufen entfernt werden.
Pos. 1.03: Gehölzentfernung mit Abtransport, lückiger Bestand 15,75 ha
Zur Baufeldräumung für die Erdarbeiten und zur Herstellung von hochmoortypischen Offenland sollen
(Jung)Gehölzbestände mit dem Forstmulchgerät bodeneben bearbeitet und zerkleinert werden.
Pos. 1.04: Schlepper mit Forstmulchgerät inkl. Bedienung 30 Std.
Auf Flächen (teilw. ehemaligen Abtorfungsflächen) im Hochmoor sowie Hochmoorrandbereichen sollen
unterschiedlich dichte Gehölzbestände mit dem Forstmulchgerät entfernt werden.