1 Rückbau von Weideflächeninfrastruktur
1.01 Weidezaunabbau
Entlang von Grabenstrukturen zwischen Grünlandflächen sowie an einer Grenze zum Hochmoor ist ein bis zu 4-zeiliger Weidezaun vollständig abzubauen. Auf ca. 60 % der Strecke ist dieser locker mit Gehölzen bestanden.
Bestandteile: alte Eichenspaltpfähle, Kiefernrundhölzer, vereinzelt Bahnschwellen, Rund- und/oder Stacheldraht sowie Kunststoff- und Gummilitze.
Leistungen: vollständige Entfernung von Draht und Litzen, Ziehen der Pfähle, ordnungsgemäße Entsorgung.
Zusätzlich ist entlang der gesamten Länge ein Forstmulchdurchgang durchzuführen (Zerkleinerung der Vegetation, v. a. Flatterbinse sowie Gehölze bis 2,5-3 m Höhe).
Gehölzanteil: ca. 60 %, Arten: Birke, Faulbaum; Streifen: ca. 2 m breit, einreihig, lückig.
Zuwegung über Wirtschaftsweg und Grünland (westlich Moorboden -> eingeschränkte Befahrbarkeit). Schäden sind nach Abstimmung zu beseitigen. Fläche sauber übergeben.
Max. Bodendruck Maschinen: 220 g/cm².
Arbeitseinheit: lfdm (inkl. Mulchen)
- 2100 lfdm
1.02 Abbau alter Weideflächeninfrastruktur
Rückbau von 3 Vieheinständen (Holz, teils Stahlgitter/Planken/Bahnschwellen) und 2 Viehtränken (Brunnenrohre ziehen, Befestigungen entfernen).
Gesamtes Material fachgerecht entsorgen.
Arbeitseinheit: pauschal
- 1 psch
2 Erdarbeiten
2.01 Fräsen der Grasnarbe
Auf stark unebenem Hochmoorgrünland ist die Grasnarbe mittels Ackerfräse so zu zerkleinern, dass ein Abziehen des Oberbodens möglich ist. Flächen nach Vorgabe Bauleitung.
Arbeitseinheit: ha
- 3,9 ha
2.02 Graben verfüllen
Länge: 200 lfdm.
Materialgewinnung durch flaches Abziehen (ca. 0,25 m) des gefrästen Oberbodens (Torf) auf Hochmoorgrünland. Transport über zwei je 4 m breite Durchlässe.
Transport mittels Kübelraupe: 500-650 m.
Einbaumenge: max. 2 m³/lfdm.
Einbau bodeneben und verdichtet (Nutzbarkeit für Grünlandbewirtschaftung).
Arbeitseinheit: lfdm
- 200 lfdm
2.03 Verwallung erstellen a
Es sollen Verwallungen erstellt werden mit einer Dammkrone von mindestens 3 Meter Breite und mit einem Böschungswinkel von 1:4. Die Verwallung soll im Grünlandbereich "weiche" Konturen aufweisen und so in das Gelände eingepasst werden, dass in den Folgejahren
eine Bewirtschaftung mit landwirtschaftlichen Geräten zur
Grünlandbewirtschaftung möglich ist. Für die durchschnittlich 0,45 m hohe Verwallung werden durchschnittlich 2,7 m³/lfdm veranschlagt. Der Oberboden in der Verwallung ist gut zu verdichten. Das Material für die Maßnahme wird auf einer Hochmoorgrünlandfläche
durch flaches (ca. 0,25 m) Abziehen des gefrästen Oberboden (Torf) gewonnen und kann über zwei 4 m breite befahrbare Durchlässe über Graben zum Einbauort verbracht werden. Der Oberboden muss geladen und mittels Kübelraupe 550 - 750 m Meter weit transportiert
werden.
Es ist z.T. von sehr nassem Mooruntergrund und entsprechend eingeschränkter Befahrbarkeit auszugehen.
Maschinenbeschreibung Raupenbagger mit Schwenklöffel:
- Moorlaufwerk (gekröpft/abgeschrägt);
- einseitige Kettenbreite von mindestens 120 cm
- Arbeitsgewicht Maschine mit Anbaugerät von weniger als 20 t;
- Mit Einsatzgewicht Bodendruck maximal 220 g/cm²;
- mindestens 8 m Reichweite des Baggerarmes;
- mindestens 1 m³ Schaufelinhalt;
- Maschinenempfänger für Rotationslaser;
- Der Rotationslaser ist vom Auftragnehmer zu stellen;
Maschinenbeschreibung Pistenraupe mit Schiebeschild und Kübel:
- Moorlaufwerk (gekröpft/abgeschrägt);
- einseitige Kettenbreite von mindestens 120 cm d.h
- Arbeitsgewicht Maschine und Anbaugerät von weniger als 13 t;
- Mit Einsatzgewicht Bodendruck maximal 220 g/cm²;
Arbeitseinheit: lfdm Verwallung (durchschn. 0,6 m hoch, 3,6 m³/lfdm) erstellen
- 450 lfdm
2.04 Verwallung erstellen b
Wie Pos. 2.03, jedoch Transportstrecke 300-550 m.
Arbeitseinheit: lfdm Verwallung (durchschn. 0,45 m hoch, 2,7 m³/lfdm)
- 840 lfdm
2.05 Verwallung erstellen c
In Abweichung zu Pos. 2.03 sollen die Verwallungen mit einer Dammkrone von mindestens 3 Meter Breite und mit einem Böschungswinkel von 1:3 erstellt werden. Für die durchschnittlich 0,40 m hohe Verwallung werden durchschnittlich 2,5 m³/lfdm veranschlagt. Der Oberboden in der Verwallung ist gut zu verdichten. Das Material für die Maßnahme wird auf einer Hochmoorgrünlandfläche durch flaches (ca. 0,25 m) Abziehen des gefrästen Oberbodenes (Torf) gewonnen und kann über eine 4 m breite befahrbaren Durchlass über einen Graben zum Einbauort verbracht werden. Der Oberboden muss geladen und mittels Kübelraupe 500 700 m Meter weit transportiert werden.
Arbeitseinheit: lfdm Verwallung (durchschn. 0,40 m hoch, 2,5 m³/lfdm)
- 520 lfdm
2.06 Regulierbaren Überlauf in Damm einbauen
Es soll ein regulierbarer Überlauf mit einer Länge von 8 Metern geschaffen werden, der unter eine Verwallung gelegt und mit anstehendem Torf abgedeckt wird. Eine Seite wird mit einem KG-Rohrwinkel und einem aufsteigenden Rohrende versehen an das die Konstruktion zur fixierbaren Höhenverstellung montiert wird. Die Verortung des Überlaufs sowie die Einbauhöhe erfolgt nach Vorgabe der Bauleitung. Sollten Rohre im Gelände zugeschnitten werden, müssen anfallende Spähne aus der Fläche entfernt und ordnungsgemäß entsorgt werden.
Beschreibung:
- KG-Rohr DN 250, 8 m
- KG-Winkel DN 250, 87 Grad
- 1 Kunststoffbalken im Vierkantprofil 100 x 100 x 2000
- Edelstahlkonstruktion zur Höhenverstellung. Der exakte Aufbau der Konstruktion erfolgt nach Absprache mit der Bauleitung.
- Lieferung zur Baustelle und Einbau
Technische Daten KG-Rohr System: Material: PVC (Polyvinylchlorid) hart, hergestellt nach der DIN EN 13476-2 und DIN EN 1401,
Ringsteifigkeitsklasse SN 4, Maigrün RAL 6017
Arbeitseinheit: Stück (Stck.) eingebauter Überlauf
- 1 St