Dies ist die erste Ausschreibung von zehn Ausschreibungen für die Maßnahme des Neubaus der Schlammfaulung II. Es wird das Gewerk Tiefbau ausgeschrieben.
Die Ausführung unterteilt sich in die folgenden Punkte:
- Erdarbeiten
- Oberflächenentwässerung
- Außenanlage/Erschließung
- Rohrleitungen im Außenbereich
Hauptmassen:
Erdarbeiten: 10.000-12.000 m³ (Aushub, Oberboden, Profilierung, Lagerflächen, Rohrgräben, Baugruben)
Regen-/Schmutzwasserleitungen: ca. 1.000 m
Schächte: 20 Stck
Druckleitungen (Schlamm, Gas, Wasser, Fernwärme): ca. 1.500-2.000 m
Schottertragschichten, Geogitter: 6.000 m²
Pflasterflächen Außenanlagen: 1.600 m²
Kabelschutzrohre: 2.000 m
Ringerder: 3.000 m
Für den Neubau der Faulung II einschließlich Betriebsgebäude II und Gasspeicher ist die Anbindung mittels Rohrleitungen erforderlich. Zusätzlich ist vorgesehen, die bestehenden Freiflächen im Baugebiet aufzufüllen. Im nördlichen Teil des Areals ist die Errichtung eines Rückhaltebeckens einschließlich einer Wallanlage geplant. Im Rahmen der Baustelleneinrichtung wird eine temporäre Baustraße angelegt, die perspektivisch zu einer dauerhaften Asphaltstraße ausgebaut werden soll.
Erdarbeiten:
- Oberboden (Z2) getrennt lagern, ggf. wiederverwenden nach Nachbeprobung.
- Feinsand (Z0) zur Auffüllung wiederverwenden.
- Geschiebelehm auf Haufwerk lagern, ca. 530 m³ für Wall am Regenrückhaltebecken nutzen, Nachbeprobung während der Maßnahme.
- Teilfläche 1: mit der Herstellung des Regenrückhaltebeckens ist eine Flächeninanspruchnahme von Boden 585 m² verbunden. Das Sohle des Regenrückhaltebeckens wird bei 0,65 mNHN liegen. Das entspricht einer Abgrabungstiefe von rd. 2,0 m uGOK.
- Teilfläche 2: südlich des RRB schließt sich der Räumstreifen an. Auf einer Fläche von rd. 398 m² wird die Geländeoberfläche von durchschnittlich 2,50 mNHN durch Bodenauffüllung auf 3,80 mNHN erhöht.
- Teilfläche 3: auf der Erweiterungsfläche Nord, auf der keine baulichen Maßnahmen stattfinden, Die Geländeoberfläche soll (Bestandshöhen 2,45 mNHN bis 2,60 mNHN) um 0,35 m bis 0,5 m durch Bodenauftrag auf 2,80 bis 3,10 mNHN erhöht werden.
- Teilfläche 4: im Bereich der eigentlichen Erweiterungsfläche bzw. der Baufläche liegen bis zu einer maximalen Tiefe von 1,8 m uGOK nicht tragfähige und verdichtbare Böden vor, die vor Errichtung der Bauwerke ausgetauscht werden müssen. Der Bodenaustausch bzw. die Bodenabgrabung finden sowohl im Tiefbau-LV als auch im Hochbau-LV statt. Der Oberboden, der Feinsand und der Geschiebelehm werden separat abgetragen.
Der Oberboden und der Feinsand sollen auf der Erweiterungsfläche Nord jeweils in Mieten zwischengelagert werden. Der Geschiebelehm soll auf der südlichen Freifläche 5 in der Nähe der Straße "Zum Antjebitt" zwischengelagert werden. Auf dieser Freifläche lagert noch ein Haufwerk aus Mutterboden, der im Zuge der Baumaßnahmen ebenfalls zur Gestaltung der Außenanlagen verwendet werden soll.
- Teilflächen 5: bei diesen Flächen handelt es sich um zwei Lagerflächen sowie um eine Freifläche, die zur Zwischenlagerung des aus der Teilfläche 4 ausgehobenen Geschiebelehm genutzt werden soll.
- Teilfläche 6: diese Teilflächen gehören zu den eigentlichen Bauflächen und wurden gesondert dargestellt, da hier kein Bodenaustausch notwendig ist, jedoch erfolgt auf diesen
Flächen ein Bodenauftrag von 0,8 m bis 1,0 m Höhe zur Angleichung der Geländeoberflächen auf 3,80 mNHN. In dieser Teilfläche wird auch die Baustraße und zukünftige Zuwegung hergestellt. Zwischen der Zuwegung und den neuen Bauwerken wird eine Grünfläche angelegt.
Oberflächenentwässerung:
System: Regenrückhaltebecken (Volumen ca. 391 m³) mit
Drosselbauwerk (DN 2000, Abfluss 3,22 l/s).
Rohrleitungen: Regenwasserkanäle DN 200-500,
Straßenabläufe mit Filtereinheiten.
Einleitung: Gedrosselt in Vorfluter.
Außenanlagen/Erschließung
Straßenbau: Unterbau mit Geogitter, 33 cm Frostschutzschicht,
30 cm Schottertragschicht; Belastungsklasse 1,8.
Pflasterflächen: Betonsteinpflaster für Parkplätze, Dränpflaster im Bereich Faulturm III.
Rohrleitungen im Außenbereich
Material: PE-HD für Gas-, Schlamm-, Brauchwasserleitungen;
PVC KG-2000/Beton für Kanalrohre; Fernwärmeleitungen PEX
mit PUR/PELD-Ummantelung.
Verlegung: In Sandbett, frostfrei.
Bauzeit: ca. 2 Jahre (Baustart 2026, Inbetriebnahme 2028)