Die Wehranlage Hoopen staut die Hunte am Fluss-km 108+352. Die Wehranlage wird durch eine Brücke überspannt, die mit dem PKW befahrbar ist.
Die zu errichtende Sohlengleite wird in geschütteter Bauweise (Raugerinne) in einem gegliederten Doppeltrapezprofil mit Wasserbau-Steinen der Klasse III bzw. LMB 5/40 in einer Schüttstärke von d = 60 cm und V = rd. 2.100 m3 gebaut. Die Länge der Sohlengleite beträgt mit Anrampung und Unterwassersicherung L = rd. 131 m. Das Gefälle der Sohlengleite beträgt I = 1:60. Das hydraulische Gefälle im Wanderkorridor beträgt durch alternierend angelegte Öffnungen in den Steinriegeln 1:n = rd. 1:70.
Das Lückensystem in der Steinschüttung wird mit Kies V = rd. 750 m3 aufgefüllt. Die Krone der Sohlengleite wird auf eine Höhe zwischen 33,25 m+NHN bis 33,28 m+NHN mit einer Überfalllänge L = 34,60 m ausgeführt. Die Sohlengleitenkrone wird durch Spundwandprofile hergestellt. Die Hauptströmung wird durch den Wanderkorridor in der Mitte der Sohlengleite gelenkt. Der Untergrund der Sohlengleite wird mit Füllboden V = rd. 6.000 m3 aufgefüllt. Zwischen Füllboden und Wasserbausteinen wird ein Geotextil 600 g/m2auf einer Fläche von rd. 4.200 m2 eingebaut. Zur Stabilisierung der Sohlengleite werden zwei Spundwandquerriegel in der Sohlengleiten-Krone und im Übergang zum Unterwasser eingebaut.
Der Wanderkorridor wird in einer Querriegel-Beckenstruktur in der Mitte der Sohlengleite mit einer Sohlenbreite bso = 3,0 m, einer Tiefe t = 0,80 m und Böschungsneigungen 1:m = 1:3 gebaut. Die Steinriegel weisen einen lichten Abstand von l = 3,0 m auf. Die Abmessungen der Steine für die Steinriegel und Störsteine betragen b/h/t = 100/120/100 cm bzw. 80/100/80 cm. Insgesamt werden rd. 200 Stück an Steinen für die Steinriegel und die Störsteine benötigt. Die Querriegel-Steine werden zu rd. 1/3 ihrer Höhe in die Sohle eingebunden. In jedem Querriegel ist ein Vertikalschlitz der Breite b = 60 cm vorgesehen.