| VO: | VgV | Vergabeart: | Offenes Verfahren | Status: | Veröffentlicht |
Kommunikation
Es liegen folgende Nachrichten der Vergabestelle vor.Nachricht:
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Rahmen des Vergabeverfahrens sind folgende Bieterfragen eingegangen, deren Beantwortung ich Ihnen zur Kenntnis mitteile.
Thema Beprobung und Analytik:
1. Ist mit Parallelmessungen gemeint, dass im Zulauf und jeweils im Ablauf der drei Filterstrecken, d.h. pro Termin 4 Messstellen zu beproben sind? oder gilt dies nur für explizit genannten "Einlauf- und Ablaufphosphor"?
Antwort: Pro Termin ist im Zulauf eine Probe zu entnehmen, aus den drei Abläufe ist jeweils eine Probe zu entnehmen = 4 Messstellen. In diesen Proben sind folgende Parameter zu messen: Gesamtphosphor, gelöster Phosphor, Gesamtstickstoff, Ammonium, pH-Wert, Leitfähigkeit, Sauerstoffkonzentration, Redoxpotential, Temperatur.
2. Ist es korrekt, dass bei der Probenahme mindestens qualifizierte Stichproben (Mischprobe aus 5 Stichproben innerhalb von 2 Stunden) vorzunehmen sind, um repräsentative Werte zu erhalten?
Antwort: Nein, es soll eine Probe aus dem Zulauf und den jeweiligen Abläufen entnommen und analysiert werden.
3. Stickstoff wird nicht näher beschrieben: Soll hier nur der Gesamtstickstoff (TNb) bestimmt werden oder sind auch die anorganischen N-Spezies (Nitrit-, Nitrat-, Ammonium-N) gefordert, die das Redoxpotenzial im Filter beeinflussen können?
Antwort: Zusätzlich soll auch Ammonium gemessen werden.
4. Welche Verfahren und Bestimmungsgrenzen sind für die analytischen Verfahren vor dem Hintergrund voraussichtlich niedriger TP, PO4-P, NO3-N, NH4-N-Konzentrationen und zur Vergleichbarkeit mit der "Anlage 13 Gutachten Otterstedter See" anzuwenden? Wird die Anwendung der selben oder vergleichbarer Verfahren und Bestimmungsgrenzen vorgeschrieben?
Antwort: Es sollen dieselben oder vergleichbare Verfahren, sowie dieselben Bestimmungsgrenzen verwendet werden, wie im beiliegendem Gutachten Anlage 13.
5. Im Gutachten wird die Trübung des Wassers durch Huminstoffe/ DOC thematisiert. Pflanzenkläranlagen und Adsorptionsfilteranlagen können diese vermindern und zur Verbesserung beitragen. Soll der Einfluss darauf nicht betrachtet werden (z.B. durch zusätzliche Bestimmung von DOC gemäß DIN EN 1484-H3: 2019-04)?
Antwort: Nein, sie sollen nicht betrachtet werden.
6. Zeitmessung: Ist hiermit zusätzlich zu einer kontinuierlichen Volumenstrommessung die Durchführung von Tracerversuchen je Filterstrecke gemeint, um Kurzschlussströmungen auszuschließen und um die tatsächliche mittlere Aufenthaltszeit im jeweiligen Reaktor zu bestimmen?
Antwort: Nein, es sollen keinen Tracerversuche durchgeführt werden.
7. Ist nach Abschluss der Versuchsphase die zurückgehaltene Phosphormenge je Filter zu bilanzieren indem die Zu- und Ablaufkonzentrationen und die Menge des behandelten Wassers zugrunde gelegt wird?
Antwort: Ja. Es soll in der Form bilanciert werden.
8. Ist die Phosphorbilanz durch Analyse der Phosphoranreicherung im Filter durch Aufschluss und Analyse von P im Filtermaterial zu verifizieren?
Antwort: Nein.
Thema Versuchsanlage:
9. Es sollen gemäß Leistungsbeschreibung drei Filtertypen untersucht werden, die für sich alleine genommen kein bedeutendes Potenzial für die Phosphorbindung aufweisen. Ist es deshalb erforderlich, dass diese jeweils um ein reaktives Filtermaterial oder eine reaktive Filterstufe ergänzt werden?
Antwort: Ja der Bodenfilter ist durch eine Kaskade mit einem eisenhaltigen Adsorptionsfilter zu erweitern. Dabei soll für den nachzuschaltenden Adsorptionsfilter ein Schacht konstruiert werden, der etwa 1,7 m3 eisenhaltiges Filtermaterial enthält und mit einer Bauhöhe von rund 2,5 m, in den Boden eingelassen wird. Das so behandelte Seewasser sollte am gegenüberliegenden Seeufer oder möglichst weit von der Entnahme entfernt wieder zurückgeführt werden. Hierzu soll eine kleine Druckleitung gebaut werden.
10. Ist davon auszugehen, dass Strom bauseits zur Verfügung gestellt wird?
Antwort: Ja, eine Möglichkeit der Stromzufuhr ist vor Ort vorhanden.
11. Ist das Versuchsgelände gesichert oder muss eine eigenständige Verkehrssicherung berücksichtigt werden?
Antwort: Das Versuchsgelände ich nicht gesichert. Eine Sicherung sollte mitberücksichtigt werden.
A. Filtergeometrie und Skalierung
12. Filtertiefe
Kann bestätigt werden, dass je Teststrecke bei groben Kies- und Blähtonfiltern mit höheren Flächenbelastungen eine Filterhöhe von mindestens 1 m bis zu 1,5 m zuzüglich Drainageschicht und Freibord vorzusehen ist?
Antwort: Die technische Ausgestaltung obliegt dem Anbieter.
13. Mindestfilterfläche / Randeffekte
Kann bestätigt werden, dass zur Minimierung von Randeffekten bei bepflanzten Filtern je Teststrecke eine Mindestfilterfläche von 1,0 m2 erforderlich bzw. zulässig ist?
Antwort: Ja, es ist davon auszugehen, dass die Filterfläche deutlich größer als 1 m2 anzusetzen ist, um messbare Effekte zu erhalten.
14. Einheitliche Geometrie aller Teststrecken
Kann bestätigt werden, dass alle Teststrecken mit identischer Filtergeometrie (Umfang und Fläche) auszuführen sind, um eine Vergleichbarkeit der untersuchten Filtertypen sicherzustellen?
Antwort: Ja.
B. Hydraulischer Betrieb
15. Versuchszeitraum
Über wieviel Monate sind die Anlagen insgesamt bzw. in dem Untersuchungszeitraum von 2026 bis 2027 zu betreiben? Nach Auftragserteilung ist ein Vorlauf für die Beschaffung von Teilen und ein ausreichender frostfreier Zeitraum für den Aufbau und für die Inbetriebnahmetests vor Ort erforderlich, so dass die Anlage eventuell erst im Mai/ Juni 2026 zur Verfügung stehen könnte.
Antwort: Es ist geplant, die Testanlage für 2 Jahre zu betreiben. Eine gewisse zeitliche Flexibilität über 2027 hinaus ist voraussichtlich gegeben. Falls eine Verlängerung nicht möglich ist, müsste die Laufzeit der Anlage entsprechend verkürzt werden.
16. Kontinuierlicher Betrieb
Kann bestätigt werden, dass jede Teststrecke über den gesamten Versuchszeitraum hydraulisch beaufschlagt wird und keine reinen Batch-, Kurzzeit- oder diskontinuierlichen Versuche zulässig sind?
Antwort: Eine kontinuierliche Beaufschlagung ist geplant.
17. Trennung der Hydraulik
Kann bestätigt werden, dass jede Teststrecke hydraulisch vollständig getrennt betrieben wird und keine gemeinsame Beschickung oder Zusammenführung von Zu- oder Ablaufströmen erfolgt?
Antwort: Ja.
18. Ausfallzeiten
Muss die Versuchslaufzeit entsprechend verlängert werden, wenn es zu größeren betriebsbedingten Ausfallzeiten (z.B. einen Monat) kommt, die der AG nicht zu vertreten hat? Z.B. durch defekte Pumpen. Welche Ausfallzeiten innerhalb des Untersuchungszeitraums an einer Versuchsstrecke werden vom AG akzeptiert?
Antwort: Kurzzeitige Ausfallzeiten im Winter durch Frost (2-3 Monate) oder Ausfallzeiten von wenigen Wochen durch technische Gegebenheiten sind vertretbar und führen nicht zu einer Verlängerung der Versuchslaufzeit insgesamt.
C. Mess- und Probenahmetechnik
19. Separate Messstellen
Kann bestätigt werden, dass jede Teststrecke über eigene Zu- und Ablauf-Mess- und Probenahmestellen verfügt?
Antwort: Nein. Es soll ein Zulauf gelegt werden, die Teststrecken haben jeweils einen Ablauf.
20. Zuordnung der Messdaten
Kann bestätigt werden, dass alle Mess- und Analysedaten eindeutig einer einzelnen Teststrecke zuordbar sein müssen?
Antwort: Ja.
D. Filtermaterial und Betriebsszenarien
21. Austauschbarkeit des Filtermaterials
Kann bestätigt werden, dass der Filteraufbau so auszuführen ist, dass ein Austausch oder partieller Ersatz des Filtermaterials während oder nach der Versuchsphase technisch möglich ist?
Antwort: Nach der Versuchsphase wird die gesamte Konstruktion abgebaut. Falls ein Austausch des Filtermaterials während der Versuchsphase nötig wird, muss dies möglich sein.
22. Mechanische Stabilität des Filteraufbaus
Kann bestätigt werden, dass der Filteraufbau für einen dauerhaften Betrieb ohne Umlagerung, Setzungen oder hydraulische Kurzschlussströmungen ausgelegt sein muss?
Antwort: Ja, während der Versuchslaufzeit müssen diese Bedingungen erfüllt werden.
E. Umwelt- und Betriebsbedingungen
23. Ganzjähriger Außenbetrieb
Kann bestätigt werden, dass die Versuchsanlage nicht für einen ganzjährigen Außenbetrieb (d.h. planmäßige vorübergehende Stilllegung bei Dauerfrostgefahr) auszulegen ist oder sind erhöhte technische Maßnahmen für die Aufrechterhaltung des Betriebs erforderlich?
Antwort: Im Winter soll eine Stilllegung bei Frost erfolgen.
24. Betriebssicherheit bei Witterungseinflüssen
Kann bestätigt werden, dass der Betrieb der Versuchsanlage auch bei witterungsbedingten Ereignissen (z. B. Starkregen) aufrechterhalten bzw. kontrolliert wieder aufgenommen werden kann?
Antwort: Bei Extremwetterereignissen muss einzelfallbedingt über eine temporäre Einstellung des Betriebs der Versuchsanlage entschieden werden.
F. Vergleichbarkeit und Zielerreichung
25. Praxisnahe Auslegung
Kann bestätigt werden, dass die Auslegung der Teststrecken so zu erfolgen hat, dass die Ergebnisse auf praxisrelevante Filtersysteme übertragbar sind und keine rein laboranalogen Maßstäbe angewendet werden?
Antwort: Ja.
Bitte berücksichtigen Sie die Bieterfragen und die Antworten bei der Erstellung Ihres Angebotes. In diesem Zusammenhang wurden auch die Vergabeunterlagen und der Zeitplan angepasst. Die Angebotsfrist endet am 29.01.2026 um 9 Uhr. Bitte beachten Sie dieses bei der Erstellung Ihres Angebots.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrage:
Elsa Mahnken
Landkreis Verden
Der Landrat
Fachdienst Organisation und Personal
Lindhooper Straße 67
27283 Verden (Aller)
Dateianhänge:
| Dateiname | Hinzugefügt am | Typ | Größe | Aktion |
|---|---|---|---|---|
| Es sind keine Dateien hochgeladen worden. | ||||
Nachricht:
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Rahmen des Vergabeverfahrens ist folgende Bieterfrage eingegangen, deren Beantwortung ich Ihnen zur Kenntnis mitteile.
Bieterfrage:
In VVB 631 EU wird unter 3.1 die Einreichung von Referenzen "aus den vergangenen drei Jahren" gefordert.
In den "Verfahrensbedingungen zum Verfahren 107597-2025-012" Kap. 9.1 und Anlage 14 - Referenzen wird dagegen ein Zeitraum von fünf Jahren genannt.
Wir bitten hierzu, um Aufklärung
Antwort:
Die Angaben in den Verfahrensbedingungen zum Verfahren 107597-2025-012 Kap. 9.1 und Anlage 14 - Referenzen bezüglich des Zeitraums von fünf Jahren ist korrekt.
Die Vergabeunterlage "VVB 631 Aufforderung zur Abgabe eine Angebots" wurde angepasst.
Bitte berücksichtigen Sie die Bieterfrage und die Antwort bei der Erstellung Ihres Angebotes.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrage:
Mandy Finck
Landkreis Verden
Der Landrat
Fachdienst Organisation und Personal
Lindhooper Straße 67
27283 Verden (Aller)
Dateianhänge:
| Dateiname | Hinzugefügt am | Typ | Größe | Aktion |
|---|---|---|---|---|
| Es sind keine Dateien hochgeladen worden. | ||||