Gegenstand des Vergabeverfahrens sind Fachplanungsleistungen der Tragwerksplanung gemäß Teil 4 Abschnitt 1 der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) für die umfassende Sanierung des denkmalgeschützten Verwaltungsgebäude II der Stadt Emden.
Der Auftrag umfasst sämtliche für die Umsetzung der Gesamtmaßnahme erforderlichen Leistungen der Tragwerksplanung. Hierzu gehören insbesondere die Untersuchung und Bewertung des baulichen Bestands, die statische Beurteilung vorhandener Tragkonstruktionen sowie die Entwicklung technisch, wirtschaftlich und denkmalgerecht abgestimmter Sanierungskonzepte.
Darüber hinaus sind alle im Rahmen der Planung und Ausführung erforderlichen Nachweise, Berechnungen, Abstimmungen und Beratungsleistungen zu erbringen, die für eine fachgerechte und genehmigungsfähige Umsetzung der Maßnahme notwendig sind.
Planungsleistungen für folgendes Leistungsbild der HOAI: Fachplanung - Tragwerksplanung (§§ 49 ff. HOAI)-> Leistungsphasen 1-6 / Stufenweise Beauftragung: Nein-> Grundleistungen nach Anlage 14 Nummer 14.1 der HOAI-> Besondere Leistungen: keine-> Zusätzliche Leistungen: Bestandsbewertung, Bestandsuntersuchung, Tragwerksbewertung, Präsenztermine, Videokonferenz-> Optionale Leistungen: Mitwirkung während der Bauphase, Teilnahme an örtlichen Baubesprechungen, weitere Leistungen
Planungsleistungen bis Januar 2027 (Leistungsphasen 1-6)Bauausführung ab April 2027 (optional "Leistungsphase 8")
50% Angebotsendsumme
Benennung von zwei vergleichbaren Referenzprojekten aus dem Bestandsbau. Die Referenzprojekte müssen im Referenzzeitraum 2021 bis 2026 erfolgreich abgeschlossen worden sein.
15% Referenzprojekt-Nr.: 1 15% Referenzprojekt-Nr.: 2
Der zugehörige Bewertungsmaßstab zur Erfüllung dieser Kriterien finden Sie in der Anlage Wertungskriterien: Angebot (Gewichtung).
10% Organisation des Projektteams06% Qualifikation des Projektteams04% Erfahrung des Projektteams
Optionale Leistungen:- Mitwirkung während der Bauphase ("Leistungsphase 8")- Teilnahme an örtlichen Baubesprechungen ("Leistungsphase 8")- weitere Leistungen (auf Stundenbasis)
Die optionalen Leistungen bedürfen einer gesonderten Beauftragung durch den Auftraggeber.
Offenes Verfahren gemäß § 15 Vergabeverordnung (VgV)
Die Kommunikation erfolgt ausschließlich über den Vergabemarktplatz Niedersachsen (DTVP) unter der Funktion "Kommunikation".
Statthafte Rechtsbehelfe sind gemäß § 160 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) die Rüge beim öffentlichen Auftraggeber sowie der Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens vor der zuständigen Vergabekammer. Die Vergabekammer leitet gemäß § 160 Absatz 1 GWB ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein. Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 GWB durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist dazulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.Nach § 160 Absatz 3 GWB ist der Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens unzulässig, soweit(1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichung des Nachprüfungsantrages erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 GWB bleibt unberührt,(2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,(3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,(4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Eine Rüge ist an die Stadt Emden zu richten. Die zuständige Stelle für ein Nachprüfungsverfahren ist die Vergabekammer Niedersachsen beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen.
Bieter haben die Auftragsunterlagen unverzüglich auf Vollständigkeit sowie auf Unklarheiten zu überprüfen. Enthalten die Auftragsunterlagen nach Auffassung des Bieters Unklarheiten, so hat der Bieter unverzüglich und noch vor Abgabe des Angebotes die benannte Kontaktstelle in Textform darauf hinzuweisen. Nutzen Sie hierfür im jeweiligen Projektraum die Funktion "Kommunikation".
Das Angebot ist elektronisch in Textform gemäß § 126b BGB im jeweiligen Projektraum über die Funktion "Angebote" einzureichen.
HINWEIS:Mit zunehmender Nähe zum Abgabetermin trifft den Bieter eine erhöhte Gefahr, sein Angebot nicht rechtzeitig einreichen zu können. Setzen Sie sich rechtzeitig mit der Funktion "Angebote" sowie dem "Bietertool" auseinander. Sie haben bis zum Öffnungstermin jederzeit die Möglichkeit, ein bereits elektronisch eingereichtes Angebot zurückzuziehen und es elektronisch wieder neu einzureichen.
Weitere Informationen finden Sie auch unter: https://support.cosinex.de/unternehmen/
Stadt EmdenRats- und VorstandsbüroZentrale VergabestelleFrickensteinplatz 226721 Emden
Beim Öffnungstermin sind gemäß § 55 Absatz 2 Satz 2 VgV keine Bieter zugelassen.
Der zulässige Umfang von Nachforderungen richtet sich nach § 56 VgV und unterliegt in diesem Rahmen dem Ermessen des Auftraggebers.
Das Angebotsschreiben der Stadt Emden sowie wertungsrelevante Angaben und Unterlagen (gemäß Wertungskriterien: Angebot) werden nicht nachgefordert!
Anforderungen gemäß BMWK-Rundschreiben vom 14.04.2022 bezüglich Artikel 5 k) Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 über restriktive Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren.
Zwingende bzw. fakultative Ausschlussgründe nach §§ 123 bis 126 GWB.
- Kurzvorstellung des Ingenieurbüros / Unternehmens (allgemeine Angaben)- Vorstellung der Kernkompetenzen (z. B. Bestandsbau, Denkmalschutz, etc.)- Nachweis über eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung (Versicherungskopie)- Eigenerklärung zur Eignung (freiberufliche Leistungen) oder Präqualifikationsnachweis - Eigenerklärung zu Artikel 5k Absatz 1 der Verordnung EU 2022/1269 (Sanktionen)
Im Fall der Auftragsvergabe an eine Bewerber-/Bietergemeinschaft haften alle Mitglieder der Bewerber-/Bietergemeinschaft gesamtschuldnerisch. Im Fall der Eignungsleihe haftet auch der Eignungsverleiher gemäß § 47 Absatz 3 VgV.
- Ingenieurvertrag (siehe Auftragsunterlagen)- Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) / Fassung 2021- Allgemeine Vertragsbedingungen für freiberufliche Leistungen (AVF)