Das Land Niedersachsen beabsichtigt einen Ersatzneubau für das Gebäude 1 der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen sowie den Umbau des bestehenden Laborgebäudes 2 in ein reines Verwaltungsgebäude umzusetzen. Die landeseigenen, bereits mit Bestandsbauten versehenen Flächen an der Grätzelstraße in Göttingen stehen zur Bebauung zur Verfügung. Die Erschließung der Liegenschaft erfolgt von der Grätzelstraße. Die Bestandsbebauung aus mehreren Gebäudeteilen wurde in unterschiedlichen Baujahren erstellt.
Die genauen funktionalen Verknüpfungen sind bei der späteren Bearbeitung abzustimmen. Die gewünschten Beziehungen der bestehenden und neuen Funktionseinheiten werden im Zuge der Planung ausführlich durch den Nutzer dargelegt. Für das Gebiet um die Grätzelstraße in Göttingen wurde bisher kein Bebauungsplan erstellt. Somit wird das Bauvorhaben nach § 34 Absatz 1
Baugesetzbuch (BauGB) bewertet. Auf folgende zusätzliche Rahmenbedingungen wird hingewiesen: In direkter Nachbarschaft zur Liegenschaft liegt der denkmalgeschützte Bereich des Levin'schen Parks.
Die bisher bestehenden Parkplätze der NW-FVA müssen nach Erstellung des Ersatzneubaus in gleicher Anzahl nachgewiesen werden. Die Anbindung zwischen dem Ersatzneubau und dem bestehenden Gebäude 2 ist mit größtmöglicher Nutzungsvariabilität zu planen. Für die Vernichtung der Außenanlagen (Bäume) sind Ausgleichsmaßnahmen zu schaffen.
Das Raumprogramm ist den Unterlagen beigefügt. Im Ersatzneubau sollen alle Laborflächen untergebracht werden. Die nicht zum Labortrakt gehörenden Verwaltungsflächen werden im Bestandsgebäude 2 eingeplant. Die genaue Ablauforganisation wird im Zuge der Planung durch den Nutzer erörtert.
Die Baukosten, Kostengruppe 200 - 600 (ohne 610) nach DIN 276, sind "gedeckelt" und dürfen für den Neubau maximal 26,27 Mio. EUR, inkl. 19% Mwst. nicht überschreiten.
Die Entwicklung eines wirtschaftlichen und kostengünstigen Konzeptes ist vorrangiges Ziel. Es sind ganzheitliche Grundsätze zum nachhaltigen Planen und Bauen, Betreiben und Unterhalten sowie zur späteren Nutzung der Liegenschaft zu berücksichtigen. Durch frühzeitiges Beachten nachhaltiger Planungsansätze kann die Gesamtwirtschaftlichkeit von Gebäuden (Bau-, Betriebs-, Nutzungs-, Umwelt-, Gesundheitskosten sowie nicht monetäre Werte) erheblich verbessert werden.
Darüber hinaus sind, um Investitions- und Folgekosten zu senken, sowohl im Hochbaubereich als auch bei der Fachtechnik Technologien zu planen, die diesem Ziel gerecht werden. Generell sind kostengünstige, industriell gefertigte Serienprodukte einzusetzen. Es sind nur Materialien und Baukonstruktionen zu verwenden, deren bauaufsichtliche Zulassungen geregelt sind.
Weitere Informationen können den Vergabeunterlagen entnommen werden.