Das Land Niedersachsen beabsichtigt den Ersatzneubau des Gebäudes 1 für die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt in Göttingen sowie den Umbau des bestehenden Laborgebäudes 2 in ein reines Verwaltungsgebäude umzusetzen. Die landeseigenen, bereits mit Bestandsbauten versehenen Flächen an der Grätzelstraße in Göttingen stehen zur Bebauung zur Verfügung.
Im neu zu errichtenden Gebäude 1 sollen Laborflächen mit modernster Technik erstellt werden. Dabei ist vor Abriss des Gebäudes eine mögliche Integration des Bestandskellers in den Ersatzneubau zu untersuchen. Nach Fertigstellung des Ersatzneubaus ist das Gebäude 2 von Laborflächen in ein reines Verwaltungsgebäude umzubauen. Das auf der Liegenschaft bestehende Gebäude 3 ist ein Neubau aus 2019 und bietet sowohl für Labor- als auch für Verwaltungsflächen Platz. Das Flurstück 14/65 befindet sich im Eigentum Dritter und ist langfristig angemietet.
Die Erschließung der Liegenschaft erfolgt von der Grätzelstraße. Wie aus der angefügten Liegenschaftskarte ersichtlich, besteht die Liegenschaft aus unterschiedlichen Flurstücken, von denen zwei im Zuge der Planung vereinigt werden sollen. Die Bestandsbebauung aus mehreren Gebäudeteilen wurde in unterschiedlichen Baujahren erstellt.
Die genauen funktionalen Verknüpfungen sind bei der späteren Bearbeitung abzustimmen. Die gewünschten Beziehungen der bestehenden und neuen Funktionseinheiten werden im Zuge der Planung ausführlich durch den Nutzer dargelegt. Während der Baumaßnahme für den Ersatzneubau des Gebäudes 1 ist der Laborbetrieb im Gebäude 2 durchgängig sicher zu stellen. Erst nach Inbetriebnahme der Laborflächen im Ersatzneubau Gebäude 1 kann der Laborbetrieb im Gebäude 2 beendet werden.
Die Baukosten, Kostengruppe 200 - 600 (ohne 610) nach DIN 276, sind "gedeckelt" und dürfen für den Um- & Neubau maximal 40 Mio. EUR, inkl. 19% Mwst. nicht überschreiten.
Für die KG 440 und KG 450 im Neubau ergeben sich daraus geschätzt 3,8 Mio. EUR (brutto).
Für die KG 440 und KG 450 im Umbau ergeben sich daraus geschätzt 520 Tsd. EUR (brutto) .
Die Entwicklung eines wirtschaftlichen und kostengünstigen Konzeptes ist vorrangiges Ziel. Es sind ganzheitliche Grundsätze zum nachhaltigen Planen und Bauen, Betreiben
und Unterhalten sowie zur späteren Nutzung der Liegenschaft zu berücksichtigen. Durch frühzeitiges Beachten nachhaltiger Planungsansätze kann die Gesamtwirtschaftlichkeit von Gebäuden (Bau-, Betriebs-, Nutzungs-, Umwelt-, Gesundheitskosten sowie nicht monetäre Werte) erheblich verbessert werden.
Darüber hinaus sind, um Investitions- und Folgekosten zu senken, sowohl im Hochbaubereich als auch bei der Fachtechnik Technologien zu planen, die diesem Ziel gerecht werden. Generell sind kostengünstige, industriell gefertigte Serienprodukte einzusetzen. Es sind nur Materialien und Baukonstruktionen zu verwenden, deren bauaufsichtliche Zulassungen geregelt sind.
Weitere Informationen können den Vergabeunterlagen entnommen werden.