Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
Energetische Sanierung der Gebäudehülle Gebäude 03 (Bibibliothek)
Planungsleistung:
Fachplanung - Objektplanung gem. § 33 ff HOAI 2021; Lph. 2 bis 8; Stufenbeauftragung: zunächst LPH 2 bis 4
Die Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig befindet sich mit ihrem Hauptcampus im westlichen Ringgebiet der Stadt. Beginnend am Johannes-Selenka-Platz (auf welchem das Geb. 03, Bibliothek, verortet ist) erstreckt der Campus sich nach Westen über die Broitzemer Str. und den Pippelweg.
Das Geb. 03 markiert hierbei die Eingangssituation zur Stadt, das Bibliotheksgebäude ist als Wahrzeichen für die Hochschule weithin bekannt.
Umgangssprachlich hat sich für das Gebäude der Name "Mexico Pavillon" etabliert.
Das Gebäude der Bibliothek besteht aus drei unterschiedlichen Teilen: Zum einen aus der Außenfassade des größten Gebäudeteils des EXPO-Pavillons Mexikos, die durch ihre gerasterte, klar strukturierte Gestaltung aus Glas und Stahl gekennzeichnet ist. Zudem aus einem Innenkubus, der von einem Braunschweiger Architekturbüro für die Bedürfnisse einer Bibliotheksnutzung entwickelt wurde und an die Stelle des zylindrischen Kerns des EXPO-Originals getreten ist. Den dritten Teil des Bibliotheksgebäudes bildet der einstöckige Gebäuderiegel (UG und EG), der die Bibliothek direkt mit den weiteren Gebäude der HBK verbindet.
Nach 20jähriger Nutzung des "Mexico Pavillons" wurde ein Sanierungsbedarf festgestellt und nach einer umfänglichen Bestandsaufgabe eine gutachterliche Stellungnahme zur Sanierung der Gebäudehülle - vor allem mit Blick auf eine energetische Verbesserung der Fassade - erstellt. Diese Stellungnahme vom 16.02.2024 soll die Grundlage der Planung darstellen und ist als solche den Ausschreibungsunterlagen beigelegt.
Ziel der Planung soll vor allem
- ein Austausch der Verglasung (Dach und Fassade) mit einer 2-fach Isolierverglasung aktuellen Standards
- eine Erhöhung der Dachneigung zum besseren Ablauf des Regenwassers
- neue Trauf- und Eckdetails (bauphysikalische Verbesserung dieser Schnittstellen)
sein. Hinzukommend müssen aber auch Aspekte zur Wartung-/Instandhaltung, Betretbarkeit, statische Ertüchtigung/Sanierung der Stahlkonstruktion (Korrosionsschutz etc.), Wärmeschutz, Raumakustik betrachtet werden.
Nähere Ausführungen sind der beigefügten Stellungnahme zu entnehmen.
Neben dem Gebäudeplaner wird das Projektteam im Hochbau durch einen Tragwerksplaner und einen Bauphysiker vervollständigt. In der Betriebstechnik wird der Hochbau durch HKLS-Planer und ELT-Planer unterstützt.
Die Planung muss in enger Abstimmung aller Beteiligten erfolgen.
Nach abgeschlossener Planung soll die Sanierung der Gebäudehülle in zwei Teilschritten im laufenden Betrieb erfolgen.
Die Entwicklung einer wirtschaftlichen Planung und deren termingerechte Umsetzung ist vorrangiges Ziel.
Aufbauend auf eine Beauftragung der Planer im März 2026 wurde mit einer etwa 1-jährigen Planungsphase kalkuliert
Wie beschrieben soll die Baumaßnahme in zwei Teilabschnitten erfolgen:
1) Sanierung der Dachfläche
2) Sanierung der 4-seitigen Glasfassade
Dieser Abschnitt der Maßnahme soll möglichst zum Großteil in der Vorlesungsfreien Zeit der Hochschule stattfinden, terminiert ist dieser ab 06/2027. Nach bisheriger Planung des SB BS sollte die Maßnahme dann vor dem Winter 2027 abgeschlossen und an den Nutzer übergeben worden sein.
Anrechenbare Kosten nach vorläufiger Kostenschätzung vom Januar 2026:
Kgr. 300 : 1.350.650 EUR
Kgr. 400: 71.400 EUR